| Poppostein | zuletzt geändert am 31.01.2004 |
Der Poppostein hat - trotz des lustigen Namens - nichts mit dem
gleichnamigen Körperteil zu tun. Vielmehr handelt es sich bei dem
Poppostein um ein Hügelgrab
aus der jüngeren Steinzeit, erbaut zwischen 3000 und 2700 vor Chr.,
an der (damals noch nicht existierenden) B 76 zwischen
Flensburg und
Schleswig, kurz vor dem Abzweig nach
Idstedt (wenn man von Norden kommt).
Poppholz heißt die Siedlung westlich der B 76 an
dieser Stelle.Zu seinem Namen ist der Poppostein gekommen, weil Bischof Poppo (Ja, daher kommt der Name!) hier der Sage nach im 10. Jahrhundert bekehrte Heiden getauft haben soll. Auch der dänische König Harald "Blauzahn" Gormsson (gest. 985, einer der Bauherren des Danewerkes) soll um 960 an dieser Stelle getauft worden sein (daß er getauft wurde steht fest). Der Poppostein wird deshalb auch gelegentlich Taufstein genannt. Zu den Heiden gepredigt haben soll Bischof Poppo übrigens von einer nahegelegenen Kuppe (die heute im Vorgarten des Hofes Poppholz liegt) und die deshalb im Volksmund auch Kanzel genannt wird. Der Poppostein ist seit 1859 in Landesbesitz und steht unter Denkmalschutz; er ist sicher eine der kleineren Sehenswürdigkeiten der Region. Die sechs Grenzsteine (auf dem Bild nicht zu erkennen) tragen übrigens das Namenszeichen des damaligen Regenten, des Königs Friedrich VII. von Dänemark. |