Kograben zuletzt geändert am 31.01.2004
Ein Foto des Kograbens Der Kograben ist Teil des Danewerkes und erstreckt sich über eine Länge von sieben Kilometern von der Schlei im Osten (eigentlich dem Südzipfel des Selker Noores) bis zur Rheider Au bei Kurburg.
Der Kograben, der über seine gesamte Länge schnurgerade verläuft, bestand ursprünglich aus einem 3 Meter tiefen und 4 Meter breiten Spitzgraben, der auf der Nordseite durch hözerne Palisaden und einem 2 Meter hohen und 8 Meter breiten Erdwall weiter befestigt war.
Die Entstehungszeit des Kograbens läßt sich nicht genau datieren; C-14 Untersuchungen deuten auf eine Bauzeit um das Jahr 800 hin. Die eigenartige Palisadentechnik, ein System aus dreifachen Pfostenreihen, hat allerdings Ähnlichkeiten mit der Befestigungstechnik, die bei den um das Jahr 980 herum gebauten Ringburgen verwendet wurde. Der Kograben kann also auch genauso gut aus dieser Zeit stammen.
Ebenso unbekannt ist übrigens die Bedeutung des Namens Kograben. Die Vorsilbe Ko bedeutet zwar im heutigen dänisch "Kuh"; auf einen Zusammenhang mit dem ihn kreuzenden Ochsenweg sollte man deshalb aber nicht schließen (ein Ochse unterscheidet sich ja auch geringfügig von einer Kuh).
Die auf dem Foto erkennbaren Reste des Kograbens können heute noch ca. 2 Kilometer südlich des Danewerk Museums besichtigt werden (wer nicht ganz soweit laufen möchte, der kann 500 Meter sparen, indem er auf dem Parkplatz bei dem Zusammentreffen der Kreisstraße 27 und der Kreisstraße 39 parkt). Von dem Parkplatz aus folgt man dann dem Verlauf des Ochsenweges nach Süden.